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Katharina ist von Nathan so richtig begeistert. Foto: Uwe Moosburger/altrostudio.de

Corona bremst Therapien und Spenden

Therapeutisches Reiten auch zu Corona-Zeiten

 

Regensburg. Corona hat im vergangenen Jahr die Verantwortlichen des vkm Regensburg „vor große Herausforderungen gestellt“, berichtet Christa Weiß. Die Vorsitzende des Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen ist trotzdem sehr zufrieden. „Ehrenamtliches Engagement, viel Anerkennung und aufmunternder Zuspruch haben unserem Verein geholfen, die besondere Situation gut zu bewältigen. Und das, obwohl Treffen zum persönlichen Austausch wegen Corona nur sehr eingeschränkt möglich waren.“

Vkm-Vorsitzende Christa Weiß. Foto: E. Weiß

Inklusive Arbeit der Selbsthilfegruppe sei „2020 nur begrenzt möglich gewesen“, berichtet Weiß. Telefonate, Videokonferenzen und Briefe hätten zahlreiche Kontakte zu Mitgliedern und Patienten ermöglicht und wenigstens einen Teil abgefedert. „Das so wichtige regelmäßige persönliche Gespräch konnten sie aber nicht ersetzen“, betont die Vereinsvorsitzende. Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl werde auch durch viele Aktionen des vkm gefördert. Weil aber viele Aktionen – wie etwa das MZ-Kinderbürgerfest, Info- und Losstände im Donau-Einkaufszentrum oder der Vereinsausflug – nicht stattfinden konnten, seien auch zahlreiche Kontakte und Gespräche ausgefallen. Dazu komme noch, dass Erlöse aus Aktionen für 2020 in der Vereinskasse fehlen.

Es gibt einige freie Plätze

Bitter war für viele Menschen mit Behinderung, dass Therapeutisches Reiten von März bis Mitte Juni überhaupt nicht angeboten werden konnte, berichtet die Vereinsvorsitzende. Zusätzliche Hygienemaßnahmen und „eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Familie Uhl seien die Voraussetzung dafür, dass seit Juni im Reitstall in Schwarzhöfe die Therapien mit den Pferden wieder stattfinden können. „Wir können also Patienten versorgen, die das wünschen.“ Vier Therapeutinnen und Helfer ermöglichen durch ihren engagierten Einsatz, dass an drei Tagen jede Woche fast 20 Patientinnen und Patienten Lebensfreude mit und auf Pferden erfahren dürfen. Einige Plätze sind derzeit sogar frei, weil mehrere Patientinnen und Patienten wegen Corona eine Pause machen.

Beim Therapeutischen Reiten blüht Elina so richtig auf. Rechts Diplom Pädagogin Ursula Wiendl. Foto: Uwe Moosburger/Altrostudio.de

Traurig seien viele Kinder und ihre Eltern und Betreuer gewesen, weil die so beliebten Ferienreitkurse zu Ostern und im August wegen Corona nicht stattfinden konnten. „Auch der Osterreitkurs in der Karwoche 2021 wird wohl nicht durchgeführt werden können“, berichtet die vkm-Vorsitzende. Notfalls müsse man das sehr kurzfristig entscheiden. „Wir hoffen aber sehr, dass wir im August wieder Ferienreitkurse anbieten können.“ Informationen dazu gibt es rechtzeitig auf der Vereinshomepage unter www.vkm-regensburg.de.

Eine große Herausforderung ist für den vkm Regensburg das Projekt Theo. Das neue Zentrum für tiergestützte Therapien soll in Winkeläcker gegenüber Brennthal in der Gemeinde Zeitlarn an der Grenze zu Regenstauf entstehen. Die Stadt Regensburg stellt dafür auf Erbpachtbasis ein Grundstück von knapp vier Hektar zur Verfügung, erläutert Projetleiter Thomas März-Kronfeld.

Tiere helfen heilen

Dass Tiere heilen helfen, ist nachgewiesen und weiß der vkm Regensburg aus mehr als 30-jähriger Erfahrung mit therapeutischem Reiten.

Theo-Projektleiter Thomas März-Kronfeld. Foto: Tino Lex

Das neue Zentrum baut der vkm, um die Therapien im geschützten Rahmen unter guten Bedingungen anbieten zu können. Gebaut werden eine Mehrzweckhalle, Boxen und Paddocks für etwa zehn Pferde, Hallen für Kleintiere und Therapieangebote, ein Sozialgebäude mit Therapieräumen, Gemeinschaftsräumen und einem Patientencafé. Um das Therapiezentrum verwirklichen zu können, benötigt der vkm etwa drei Millionen Euro Spenden. „Es gibt also viel Arbeit für Projektleiter März-Kronfeld und sein Theo-Team“, stellt die vkm-Vorsitzende fest.

Benefizveranstaltungen werden geplant

Die Planungen für das neue Jahr laufen – trotz Corona. Christa Weiß und das gesamte Vorstandsteam sind zuversichtlich, dass ab Frühsommer wieder Aktionen und Veranstaltungen möglich sein werden. Auf dem Programm des vkm Regensburg stehen mehrere Musik- und Benefizveranstaltungen, Infostände und Losaktionen. Viel Zeit werden die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer des vkm investieren, um attraktive Angebote auf die Beine zu stellen, versichert Christa Weiß. Zuversichtlich stimmt sie, dass „unser Einsatz für Menschen mit Behinderung bei so vielen Menschen so gut ankommt und Unterstützung findet“. Mehr als 30 000 Euro Spenden allein in den vergangenen Wochen „beweisen für unsere Arbeit Anerkennung und Wertschätzung. Das motiviert zum Weitermachen“, freut sich Vorsitzende Christa Weiß.

Theo – das Zentrum für tiergestützte Therapien Ostbayern, soll eine attraktive Anlage werden. Animation: Knipl, Pracht + Partner Architekten

Zusatzinfos:

Der vkm Regensburg, Verein für körper- und Mehrfachbehinderte Menschen e. V. besteht schon seit mehr als 50 Jahren. 1969 wurde er als Elterninitiative gegründet. Aktuell hat der Verein gut 120 Mitglieder.

Der vkm setzt sich für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige und Betreuer ein. Der Verein bietet ein Forum, um Gemeinschaft zu erleben, sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen, um Halt zu geben und miteinander Freude zu erleben.

Der vkm setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung und eine inklusive Gesellschaft ein. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist seit mehr als 30 Jahren das Therapeutische Reiten.

Therapien mit Tieren stärken das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um selbstbestimmter leben zu können, informiert Diplom Sozialpädagogin und Vorsitzende Christa Weiß.

Spendenkonto bei der Sparda Bank Ostbayern

IBAN: DE08 7509 0500 0000 4531 61, BIC: GENODEF1S05.

Und hier geht es zu Theo

Text: Engelbert Weiß, Medienbeauftragter des vkm Regensburg

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