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Auch verkehrt herum und liegend: Das Reiten macht den Kindern viel Spaß.

Sommerreitkurs 2017

Das Glück auf dem Rücken der Pferde

Aktion 22 Kinder waren zwei Tage lang einfach losgelöst von ihrer Behinderung. Grund war der integrative Reitkurs in Schwarzhöfe bei Wolfsegg.

Therapiepferde sind geduldig.

Wolfsegg. Reiterferien, ein Traum vieler Kinder. An zwei Tagen bot der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Regensburg (VKM) 22 Kindern diese Möglichkeit. Seit etlichen Jahren findet traditionell in den Oster- und Sommerferien ein integrativer Reitkurs des VKM statt.

In der Reithalle und auf den Anlagen des Reiterhofs von Max Uhl in Schwarzhöfe bei Wolfsegg tummelten sich die Kinder. Eines hatten sie alle gemeinsam, ob behindert und eingeschränkt oder gesund, sie beschäftigen sich gerne mit Pferden. Mit Uschi Wiendl stand eine Frau an der Spitze des Reitkurses, die nicht nur selber in der Freizeit einen Faible für Pferde hat, sondern auch beruflich über eine Menge an Erfahrung in diesem Bereich besitzt. Denn Wiendl ist Diplom-Pädagogin mit Zusatzausbildung im Reiten als Sport für Behinderte.

Geduldige Pferde, strahlende Kinder

Kein Wunder, dass sie und auch ihr Betreuerteam von den Kindern umschwärmt wurden. Aufgeteilt in drei Gruppen sammelten die „Reitschüler“ im Alter von vier bis 13 Jahren erste Erfahrungen in der Reithalle, beim Füttern und Striegeln der Pferde. Welche Freude der Umgang mit den edlen Tieren machte, war den strahlenden Gesichtern schnell anzusehen. Die Pferde, die beim Reitkurs eingesetzt wurden, haben eine spezielle Ausbildung, es sind nämlich Therapiepferde, die ansonsten in der vom VKM regelmäßig angebotenen Reittherapie für behinderte Menschen eingesetzt werden.

Wiendl, die seit bald 15 Jahren das Projekt organisiert und leitet, ist vom Konzept des integrativen Reitkurses überzeugt. Es sei für Behinderte und Nichtbehinderte ein Gewinn. Denn so werde neben der Erfahrung im Umgang mit den Pferden auch der Zugang für den jeweils anderen ohne Hemmschwelle gefunden. „Das Pferd ist der Mittler, der ein ganz normales Miteinander ermöglicht und erleichtert“, fasste die Diplompädagogin zusammen. Ohne die Eltern, nur mit den Betreuern, sei es auch für die Kinder eine manchmal neue Erfahrung und räume wiederum auch den Eltern ein wenig Freiraum ein, erklärte sie weiter.

Beim Füttern der Pferde verschwindet die Scheu rasch.

Neben den Pferden spielte ein weiteres Tier eine Rolle. Mit dabei war nämlich auch Wiendls Therapiehund Maja. Ebenso wie die Pferde wurde Maja mit vielen Streicheleinheiten verwöhnt. Das Programm reichte vom Füttern und Putzen der Pferde bis hin zum Voltigieren. Die Berührungsängste mit den, von der Perspektive der Kinder aus gesehen, großen Tieren, waren rasch abgebaut. Bald erhielten die Pferde so manche Streicheleinheit oder in den Pausen ein Büschel Gras oder Heu als kleinen „Snack“ angeboten. Wer gerade in der Reithalle im Sattel Platz genommen hatte, konnte, geführt von den Betreuern, Erfahrungen sammeln – aufrecht sitzend oder auch liegend auf dem Pferderücken. Wer sich traute, konnte auch einmal verkehrt herum Platz nehmen oder versuchen, einen zugeworfenen Ball zu fangen.

Kleine Erinnerungen mitgenommen

Interessiert schauen die Kinder beim Hufe Ausputzen zu.

Wenn die Pferde gerade „besetzt“ waren, führten sich die Kinder gegenseitig an der Lounge durch die Reithalle oder wurden von einem „menschlichen Pferd“ auf der Decke durch die Halle gezogen. Natürlich fehlte auch das gemeinsame Spielen, Basteln und Malen nicht. Das ganzheitliche Konzept des integrativen Reitkurses sieht den Umgang und Aufenthalt mit der Natur vor. So wurden etwa Bastel-Materialien bei einem Spaziergang gesammelt. So könne jeder auch eine kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen, sagte Wiendl.

Text und Fotos: Petra Schmid, MZ

 Hier finden Sie den Beitrag auf der Homepage der Mittelbayerischen Zeitung – Das Medienhaus:

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-land/gemeinden/wolfsegg/das-glueck-auf-dem-ruecken-der-pferde-21413-art1552298.html

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