Persönliches Budget für behinderte Menschen

Das "Persönliche Budget" -

Geld statt Sachleistung für behinderte Menschen

Mit dem „Persönlichen Budget“ erhalten behinderte Menschen statt einer Sachleistung einen Geldbetrag. Damit können sie ihren Unterstützungs- und Pflege- oder Rehabilitationsbedarf eigenverantwortlich durch direkten Einkauf von Leistungen selbst organisieren. Das „Persönliche Budget“ kann seit Juli 2004 beantragt werden, ab Januar 2008 besteht ein Rechtsanspruch. Zum „Persönlichen Budget“ gibt es aber noch einen erheblichen Informationsbedarf. Deshalb waren Betroffene, Vertreter von Einrichtungen und Leistungsträgern und alle Interessenten zur Fachtagung eingeladen zum Thema: „Von der institutionsbezogenen zur personenbezogenen Leistung - vom Pflegesatz zum Persönlichen Budget“. Die Fachtagung fand am 3. Dezember 2005 im Hotel Forsters, Gasthof zur Post, in Donaustauf statt. Veranstalter war der Landesverband Bayern für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V., Referent war Joachim Speicher aus Mainz, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Rheinland Pfalz/Saarland.

Ziel des „Persönlichen Budgets“ ist es, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dieses Ziel und die Einführung persönlicher Budgets werden vom Landesverband Bayern für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. begrüßt und unterstützt. Zugleich stellt diese neue Leistungsform aber zahlreiche Anforderungen an Menschen mit Behinderungen, ihre Eltern und gesetzlichen Betreuer, an die Kostenträger sowie nicht zuletzt die Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie wecken Hoffnungen, aber auch Ängste und Befürchtungen bei allen Beteiligten. Joachim Speicher ist ausgewiesener Fachmann mit sehr viel Erfahrung mit dem „Persönlichen Budget“ seit Beginn der Erprobungsphase. Er informierte bei der Fachtagung ausführlich und beantwortete zahlreiche Fragen.

VKM-Landesvorsitzender Hans Schöbel und VKM-Landesverbands-Geschäftsführer Hans Reutemann bedankten sich bei Joachim Speicher für die fundierten Informationen.

Weitere Informationen zum Persönlichen Budget finden sie unter:

www.integriertesbudget.de

www.pflegebudget.de

www.budget.paritaet.org

In Deutschland gibt es etwa zwei Millionen pflegebedürftige Menschen.

In etwa 1,2 Millionen Familien in Deutschland werden Menschen gepflegt.

Für Rückfragen zur Veranstaltung steht zur Verfügung:

Christa Weiß, Vorsitzende des Vereins für Körper- und Mehrfachbhinderte e. V., Regensburg, Metzgerweg 34, 93055 Regensburg, Tel. 0941/40592.

Text und Fotos: Engelbert Weiß

 

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