Herkules lud zu Autorenlesung und Geistermenü

Geistergeschichte, Blutsuppe und abgehackte Zehen

Behinderte Jugendliche gestalteten Aktion mit Kultur und Köstlichkeiten

Eine Autorenlesung mit Geistergeschichte und anschließend ein Fünf-Sterne-Buffet mit Geistermenü bereiteten die behinderten Jugendlichen der Gruppe Herkules für ihre Gäste. Mit dem behinderten Kinder- und Jugendbuchautor Georg M. Gerisch aus Landshut und ihren Freunden erlebten sie einen gruseligen Abend im Jugendzentrum Utopia.

 

"Eine gruselige Lesung mit gräuslichen Köstlichkeiten" war die Veranstaltung der Jugendgruppe Herkules im Jugendzentrum Utopia in Burgweinting überschrieben. Bereits am Nachmittag feuerten die Jugendlichen und ihre Betreuer den Hexenkessel an. Monster-Chefköche zauberten ein gruseliges Buffet. Zum Trinken gab es Drachenblut mit Augen, zum Essen blutige Finger, abgehackte Zehen, blauen Kartoffelsalat, Nudeln mit Drachenblut, verschimmelte Pfannkuchen, Fliegenpilze, Dracheneier und scharfe Muffins von einem geisterhaft gestalteten Buffet. Der Veranstaltungsraum wurde mit Angst erregenden Geistergesichtern, gefährlich aussehenden Gebissen und vielen schwarzen Spinnen auf den Tischen dekoriert. Kleine Halloweenlichter sorgten für dämmeriges Licht und die entsprechende Stimmung.

Am Abend waren dann Eltern und Freunde der Jugendlichen als Gäste eingeladen. Jutta Kellner verteilte die am Nachmittag gebastelten Kuschelgeister "Zum Festhalten, wenn jemand Angst bekommen sollte". Benedikt Kiel spielte zum Einstieg auf seiner Veeh-Harfe. Markus Bauer stellte dann den behinderten Kinder- und Jugendbuchautor Georg M. Gerisch aus Landshut vor. Der Rollstuhlfahrer las aus einem seiner Bücher eine gruselige Geschichte vor. Im schaurigen Ambiente des fast verdunkelten Raumes lauschen alle ganz gespannt.

Dann wurde stilecht mit Sternchenwerfern das warm-kalte Geisterbuffet eröffnet, das die verkleideten Jugendlichen vorher reichhaltig bestückt hatten. Bei Blutsuppe und Hexentrank genossen die behinderten Jugendlichen mit ihren Gästen atemberaubende Stunden im schaurigen Ambiente.

Herkules-Vorsitzende Nicola Hausler und Schriftführerin Sabrina Jobst dankten abschließend besonders Jugendbuchautor Gerisch für die furchterregende Lesung. Und einhellig lobten die Gäste die "beeindruckende Gestaltung" und einen "gelungenen Abend" durch die behinderten Jugendlichen und ihre Betreuer.


Benedikt Kiel spielte auf der Veeh-Harfe, bevor Georg M. Gerisch mit seiner Lesung begann.


Das reichhaltig bestückte Geisterbuffet


In gruseligem Ambiente mundeten die vorzüglichen Geisterspeisen


An der Theke bedienten die verkleideten Jugendlichen von Herkules.

Text und Fotos: Engelbert Weiß

 

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