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550 Gäste erleben „ein Feuerwerk der Begeisterung“ mit über 200 Künstlern

Ein faszinierendes Programm mit behinderten und gesunden Künstlern erlebten rund 550 Gäste beim Präsentationsabend zum Künstlerprojekt Crescende am Feitag in Regensburg. Umrahmt von verschiedensten Kunstwerken präsentierten die Crescende-Akteure zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Gesang und Musikinstrumenten, Fotos, Filmen und Tanzprojekten. Lebhaft und feinfühlig auf die behinderten Beteiligten abgestimmt moderierte Rundfunkredakteur Wolfgang Plank den Abend im brechend vollen Kulturspeicher.

Behinderte Menschen können Großartiges leisten

Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte will mit dem Künstlerprojekt Crescende zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen „erlebbar machen, dass behinderte Menschen Großartiges leisten können“, begrüßte stellvertretende Vorsitzende Christa Weiß die Gäste. Künstler wie Behinderte seien „etwas Besonderes, besondere Menschen, Menschen mit besonderen Gaben und Begabungen“. Kunst habe einen erzieherischen Wert und solle anregen. Das Projekt Crescende will „diesen Aspekt aufgreifen, Begabungen und Ressourcen nutzen und freisetzen“. Das faszinierende „Experiment Crescende“ sei eine Aufforderung zum Wachsen „mit immer neuen Überraschungen“.

Im besten Sinne Aufklärung über Behinderung

In einem „Feuerwerk der Begeisterung“, so die Regensburger Bürgermeisterin Petra Betz, sei bei Crescende Erstaunliches gewachsen. Sie bat um „ganz großen Applaus“ für die Organisatoren vom Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte. Vereinsvorsitzende Maria Hauschild konnte unter den zahlreichen Gästen, von denen viele leider keinen Sitzplatz mehr finden konnten, Bürgermeisterin Eleonore Meyer aus Neutraubling und Bürgermeister Anton Rothfischer aus Wörth begrüßen. Als Vertreter von Bischof Manfred Müller war der Leiter des Diözesanmuseums, Dr. Hermann Reidel, gekommen. Karl Hermann Haack, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, würdigte in einem schriftlichen Grußwort das Projekt „Crescende“ als „im besten Sinne Aufklärung über Behinderung, die mit Worten und politischen Appellen in der Form niemals erreicht werden könnte“.

Die Regensburger Künstlerin Eva Witt hatte die Idee, die Buchstaben des Wortes „CRESCENDE“, das heißt „wachse“, in Kresse ergrünen zu lassen. Die einzelnen Buchstaben, von den Vereinsvorsitzenden jeweils mit prägnanten Aussagen verknüpft, platzierten behinderte Kinder auf der Bühne ganz vorne so, dass sie beim ganzen Abendprogramm im Blickfeld waren.

„Crescende heißt wachse mit mir, crescende das wollen wir, sang der Kinderchor St. Anton begleitet von der Jugendband St. Anton im Titelsong, der eigens für das Projekt vom Vereinsvorstand getextet und von Kirchenmusiker Christoph Böhm komponiert worden war. Präsentationsfachmann Georg Schraml und MZ-Redakteur Engelbert Weiß hatten eine PC-Präsentation zusammengestellt, die Eindrücke aus allen Projekten mit fast 40 gesunden und rund 150 behinderten Künstlern aus elf Einrichtungen der Region sowie in integrativen Gruppen vermittelte.

Nach zwei Musikstücken der Veeh-Harfen-Gruppe Schiegl aus den Werkstätten der Lebenshilfe in Lappersdorf schaffte es Moderator Wolfgang Plank vom Funkhaus Regensburg, den Sing- und Musizierkreis des Caritasverbandes zu Hubert Treml auf die Bühne zu bringen. Dort trug die Gruppe mit dem Profimusiker das gemeinsam einstudierte Lied „Abendwind“ vor. Mit einem Tanzprojekt von Katrin Hofreiter, das sie mit einer Gruppe von behinderten Tänzerinnen einstudiert hatte, endete der erste Teil des umfangreichen Abendprogrammes.

Ein Abend mit viel Musik

Nach dem Beitrag der Veeh-Harfen-Gruppe von Dr. Waltraud Lorenz mit der musiktherapeutischen Gruppe von der Musikschule Neutraubling stellten Hubert Treml und Franz Schuier ihren Song „Tor in der Nachspielzeit“ vor. Beim Projekt Crescende hatten dazu behinderte Menschen von der Lebenshilfe zusammen mit Renate Haimerl-Brosch Filmplakate entworfen.

Dann beeindruckten die „firebirds“, die Schulband des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums, mit Stefan am Schlagzeug. Begeistert waren die Gäste schließlich vom Tanzprojekt „Frozen“ (Madonna), in das Helen DeLon drei behinderte Mädchen eingebunden hat.

 

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